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Wie Hormone das Gewicht in den Wechseljahren beeinflussen

Wie wirken sich die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren auf dein Gewicht aus? Hier erfährst du mehr über die Zusammenhänge.

Von Jessica Migala|Wissenschaftlich geprüft von Jamil Alkhaddo, M.D.
Zuletzt aktualisiert 5. September 2025

In den Wechseljahren geht’s hormonell richtig rund – wie auf einer Achterbahn: mal hoch, mal runter, mal hoch … und am Ende dann wieder runter. Diese hormonelle Achterbahnfahrt kann ganz schön nervenaufreibend sein, denn Hormone – chemische Botenstoffe, die Signale an Gewebe und Organe senden – haben einen großen Einfluss darauf, wie unser Körper funktioniert und wie wir uns fühlen. Sie spielen unter anderem eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Hungergefühls und des Blutzuckers, was sich wiederum auf das Gewicht auswirken kann.

Wie hängen Hormone und Gewicht zusammen?

„Bestimmte Hormone beeinflussen, wie hungrig wir sind, wie schnell wir Kalorien verbrennen und wie gut unser Körper Nährstoffe verarbeitet“, erklärt Amy Goss, Ph.D., R.D., außerordentliche Professorin am Department of Nutritional Sciences der University of Alabama in Birmingham. Wenn wir essen, schüttet unser Körper Hormone aus – darunter Insulin (das dafür sorgt, dass der Blutzucker in die Zellen gelangt) sowie Sättigungs- und Hungerhormone, die dem Gehirn mitteilen, wann wir hungrig oder satt sind. Da sich unsere Hormone in den Wechseljahren verändern, essen wir möglicherweise mehr als sonst oder speichern nach einer Mahlzeit mehr Fett.

Welche Hormone beeinflussen unser Gewicht in den Wechseljahren?

Es gibt viele Hormone, die beim Gewicht mitmischen (darunter Cortisol, Ghrelin, Leptin und Schilddrüsenhormone), aber was die Wechseljahre angeht, gibt es drei wichtige hormonelle Veränderungen, die hauptsächlich das Gewicht beeinflussen.

  • Progesteron: Dies ist normalerweise das erste Hormon, das während der Perimenopause zu sinken beginnt. Und: Ein niedriger Progesteronspiegel wird oft mit einem höheren BMI in Verbindung gebracht.

  • Östrogen: Die nächste große Veränderung ist eine verminderte Östrogenproduktion. Östrogen übernimmt in den Wechseljahren eine wichtige Rolle, denn es beeinflusst, wie Fett im Körper gespeichert und abgebaut wird. Sinkt dieser Wert, führt das zu einer vermehrten Ansammlung an Bauchfett. Dieses sogenannte viszerale Fett ist besonders hartnäckig und hängt oft mit Muskelabbau, einem langsameren Stoffwechsel und einem höheren Körperfettanteil zusammen. Außerdem hilft Östrogen dem Insulin dabei, den Blutzucker in Energie umzuwandeln. Wenn also weniger Östrogen da ist, kann der Blutzuckerspiegel leichter aus dem Gleichgewicht geraten. Ein niedrigerer Östrogenspiegel kann ebenfalls zu schlechterem Schlaf führen, was wiederum unsere Hunger- und Sättigungshormone beeinflussen und uns tagsüber hungriger machen kann, sagt Goss.

  • Testosteron: Auch Frauen haben Testosteron – und der Testosteronspiegel beginnt schon lange vor den Wechseljahren zu sinken. Nach der Menopause ist er im Allgemeinen halb so hoch wie zu seinem Höchststand. Ein niedriger Testosteronspiegel kann zu einem Verlust von Muskelmasse und einer Zunahme des Körperfetts, insbesondere im Bauchbereich, führen. Dies liegt unter anderem daran, dass Testosteron sowohl die Blutzuckerkontrolle als auch den Erhalt der Muskelmasse beeinflusst.

Wie wir unsere Hormone im Gleichgewicht halten können

Wenn sich im Körper hormonell einiges verändert, können gesunde Gewohnheiten helfen, uns besser zu fühlen. Alternativ kann auch eine Hormontherapie eine gute Ergänzung sein.

  • Sorge für ausreichend Schlaf. In den Wechseljahren ist es wichtig, ausreichend zu schlafen (mind. sieben Stunden für die meisten Erwachsenen). Hormone wie Cortisol, Leptin und Ghrelin werden durch unseren Tagesrhythmus beeinflusst und viele Frauen bemerken, dass sich der Schlaf in den Wechseljahren verschlechtert, zum Beispiel wegen Hitzewallungen oder Schlaflosigkeit. Sprich deinen Arzt oder deine Ärztin auf mögliche Behandlungen an, die dir nachts beim Durchschlafen helfen können.

  • Vergiss nicht, dich zu entspannen. Weniger Stress führt zu einem niedrigeren Cortisolspiegel. Wenn du dich gestresst fühlst, gönn dir regelmäßig eine Pause. Ein Spaziergang, ein kurzes Telefonat mit der Freundin, Atemübungen oder etwas Yoga.

  • Beweg dich regelmäßig. Regelmäßige Bewegung hilft, den Hormonhaushalt zu auszugleichen – vor allem die Hormone, die Hunger und Sättigung steuern, wie zum Beispiel Ghrelin. Jede Art von Bewegung ist gut, aber Krafttraining ist in den Wechseljahren besonders wichtig, denn es hilft beim Muskelaufbau, was den Muskelabbau ausgleichen kann, der mit zunehmendem Alter einsetzt.

    Finde heraus, welche Art von Bewegung in den Wechseljahren besonders guttut

  • Ziehe eine Hormonersatztherapie in Erwägung. Für viele Frauen ist eine Hormonersatztherapie eine sichere und wirksame Option. Sprich am besten mit deinem Arzt oder deiner Ärztin darüber, ob die Behandlung für dich infrage kommt.


Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Er sollte nicht als Ersatz für den Rat eines Arztes/einer Ärztin oder eines medizinischen Fachpersonals betrachtet werden.

Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Er sollte nicht als Ersatz für die Beratung durch Ihren Arzt angesehen werden.