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Wechseljahre und Hitzewallungen – was du wissen solltest

Hitzewallungen und Wechseljahre scheinen Hand in Hand zu gehen, aber es gibt Wege, mit denen wir uns im eigenen Körper wieder wohlfühlen können.

Von Deanna Pai|Wissenschaftlich geprüft von Jamil Alkhaddo, M.D.
Zuletzt aktualisiert 11. September 2025

Wechseljahre und Hitzewallungen gehören für viele Frauen einfach zusammen. Tatsächlich erleben bis zu 80 % von uns in dieser Zeit typische Symptome. Sie sind lästige Symptome in dieser Lebensphase, die bis zu 80 % der Frauen während der Wechseljahre in irgendeiner Form erleben – sei es, dass ihnen während eines Arbeitstreffens ein bisschen warm wird oder dass sie mitten am Tag eine frische Bluse anziehen müssen.

Das kann ganz schön belastend sein – aber die gute Nachricht ist: Du musst dich damit nicht einfach abfinden.

Was sind Hitzewallungen?

Hitzewallungen sind plötzlich auftretende Wärmegefühle, die meist im Brustbereich beginnen und sich nach oben ausbreiten. Häufig werden sie von Hautrötungen, Schweißausbrüchen oder einem erhöhten Herzschlag begleitet. Sie entstehen durch hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren, die die natürliche Temperaturregulation deines Körpers aus dem Gleichgewicht bringen. Jeder empfindet Hitzewallungen unterschiedlich stark: Bei manchen bleibt es bei einem leichten Wärmegefühl, andere geraten richtig ins Schwitzen.

Eine Umfrage zeigt, dass etwa ein Drittel der betroffenen Frauen Hitzewallungen nur an wenigen Tagen im Monat erlebt. Fast ein Viertel ist hingegen täglich damit konfrontiert. Die einzelnen Anfälle dauern meist nur ein bis zwei Minuten – können den Alltag aber trotzdem spürbar beeinträchtigen.

Wie fühlen sich Hitzewallungen an?

Bei Frauen in den Wechseljahren fühlen sich Hitzewallungen nicht einfach nur heiß an – sie können auch mit Gesichtsrötung, Schwitzen, Schüttelfrost oder sogar innerer Unruhe und Angst einhergehen.

„Manche beschreiben das Gefühl wie eine innere Unruhe – viele berichten deshalb auch von einem erhöhten Puls“, sagt Dr. Camille Moreno, D.O., Medical Director des Midlife Women’s Health and Menopausal Medicine Program an der University of Utah.

Treten Hitzewallungen nachts auf, spricht man von Nachtschweiß. „Dabei handelt es sich um das körperliche Symptom, schweißgebadet aufzuwachen“, erklärt Moreno. Und das kann so stark sein, dass manche sogar mitten in der Nacht Kleidung oder Bettwäsche wechseln müssen.

Wann beginnen Hitzewallungen?

Hitzewallungen können schon in der Perimenopause auftreten – also in der Übergangsphase vor der eigentlichen Menopause. Bei vielen Frauen beginnt diese Phase in den späten 40ern, aber ein genaues Alter gibt es nicht – der Zeitpunkt ist von Frau zu Frau unterschiedlich.

„Es gibt keine eindeutige Möglichkeit zu sagen, ob es sich wirklich um Hitzewallungen in den Wechseljahren handelt – es sei denn, der Arzt oder die Ärztin kann sie mit anderen typischen Symptomen wie unregelmäßigen Zyklen oder Konzentrationsproblemen in Verbindung bringen“, erklärt Dr. Sally MacPhedran, M.D., Director des Midlife Women’s Center am University Hospitals Cleveland Medical Center.

Was verursacht Hitzewallungen?

Über die genauen Ursachen von Hitzewallungen wird noch geforscht – doch die meisten Experten sind sich einig, dass der Hypothalamus, also der „Temperaturregler“ im Gehirn, dabei eine zentrale Rolle spielt. Während der Perimenopause sinkt der Östrogenspiegel. Dadurch verengt sich der Bereich, in dem der Körper Temperaturveränderungen als „normal“ empfindet.

„Sobald eine Frau beginnt, Östrogen zu verlieren, wird diese Zone enger – unsere Toleranzschwelle für Temperaturverschiebungen sinkt“, erklärt Dr. Moreno. Die Folge: Der Körper reagiert jetzt empfindlicher – selbst kleine Temperaturveränderungen können Hitzewallungen oder Nachtschweiß verursachen.

Häufige Auslöser von Hitzewallungen

Einige Auslöser können temperaturbedingt sein; andere beeinflussen den Körper von innen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Alkohol

  • Koffein

  • Heißgetränke

  • Scharfes Essen

  • Stress

  • Schlafentzug

  • Rauchen

Behandlungsmöglichkeiten bei Hitzewallungen

Nicht immer ist eine Behandlung erforderlich. Wenn du möchtest, kannst du aber gemeinsam mit deinem Arzt oder deiner Ärztin verschiedene Möglichkeiten besprechen, die dir helfen können.

Menopause-Hormontherapie (MHT)

Die sogenannte Hormonersatztherapie (HRT) kann eingesetzt werden, um Hitzewallungen und Nachtschweiß zu lindern.

Änderungen des Lebensstils

Dr. Moreno spricht von „einfachen Maßnahmen“, die selbst umgesetzt werden können, ganz ohne Medikamente. Eine gesunde Ernährung kann dabei zum Beispiel helfen. Dr. MacPhedran rät zur Mittelmeerdiät, da sie möglicherweise mit weniger Hitzewallungen und Nachtschweiß einhergeht. Die genauen Gründe sind noch unklar, aber es könnte mit der Wirkung der Ernährung auf Entzündungen und den Blutzuckerspiegel zu tun haben. Zudem zeigen Studien, dass kognitive Verhaltenstherapie vor allem bei stressbedingten Hitzewallungen helfen kann.

Helfen Präparate bzw. Mittel aus der Drogerie?

Präparate oder Mittel, die versprechen, Hitzewallungen dauerhaft zu lindern, zeigen in der Regel nur wenig Wirkung.

„Viele meiner Patientinnen haben schon alles Mögliche ausprobiert – ohne Erfolg“, sagt Dr. Moreno.

Wann sollte mit einem Arzt gesprochen werden?

Wenn du in den Wechseljahren unter Symptomen wie Hitzewallungen leidest – selbst wenn sie dir nur „leicht“ erscheinen –, ist es sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen.

„Ob etwas als leicht oder stark empfunden wird, ist individuell – entscheidend ist, wie du es wahrnimmst“, erklärt Dr. MacPhedran. Studien zeigen, dass Hitzewallungen im Schnitt bis zu 7,5 Jahre anhalten können. Außerdem können sie mit einem erhöhten Risiko für gesundheitliche Probleme wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sein. Deshalb gilt: Je früher du mit einem Arzt oder Ärztin sprichst, desto besser lässt sich einschätzen, was dir persönlich helfen kann.

Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Er sollte nicht als Ersatz für den Rat eines Arztes/einer Ärztin oder eines medizinischen Fachpersonals betrachtet werden.

Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Er sollte nicht als Ersatz für die Beratung durch Ihren Arzt angesehen werden.