Was passiert in der Prämenopause?
Bevor der eigentliche Übergang in die Wechseljahre beginnt, befindet sich dein Körper in der Prämenopause – eine Phase, die Gelegenheit bietet, dich über das zu informieren, was deinen Körper in den kommenden Jahren erwartet.
Der Begriff „Prämenopause“ klingt zunächst so, als würde er viele Jahre umfassen. Tatsächlich beschreibt er aber eine kurze, klar definierte Lebensphase, die medizinisch als „späte reproduktive Phase“ bezeichnet wird. In dieser Zeit tritt die Periode noch regelmäßig auf und eine Schwangerschaft ist weiterhin möglich. Auch wenn du vielleicht noch kaum Veränderungen bemerkst, ist diese Phase ideal, um dich über den kommenden Übergang in die Menopause zu informieren. Lass uns einen Blick darauf werfen.
Was ist die Prämenopause?
Erinnerst du dich an die Pubertät? Auch damals hat sich dein Körper nicht von heute auf morgen umgestellt. Genauso läuft es auch jetzt: In der Prämenopause schwankt dein Östrogenspiegel erst nur leicht, später dann deutlicher – so lange, bis sich der Zyklus um mehr als sieben Tage verändert. Dann tritt die nächste Phase des Übergangs ein.
Wie zeigt sich die Prämenopause?
Auch wenn die Periode in der Prämenopause grundsätzlich regelmäßig bleibt, können sich erste Veränderungen durch leichte Schwankungen der Zykluslänge bemerkbar machen. „Zyklen dürfen von Monat zu Monat variieren. Solange diese Unterschiede weniger als sieben Tage betragen, gilt er als regelmäßig“, erklärt Dr. Stephanie Faubion, Director des Centre for Women's Health der Mayo Clinic sowie medizinische Leiterin der Menopause Society und Mitglied des WeightWatchers Scientific Advisory Board. „Auch wenn ein Zyklus 26 Tage und der nächste 32 Tage hat, befindest du dich weiterhin in der Prämenopause.“
Im Durchschnitt beginnt die Prämenopause mit etwa 47 Jahren, aber der genaue Zeitpunkt ist von Frau zu Frau verschieden. Einige erleben sie deutlich früher, zum Beispiel bei bestimmten Autoimmunerkrankungen oder nach einer Eierstockentfernung. Ein Fakt, der viele überrascht: Hormonelle Verhütungsmittel können die Periode so verändern, dass es keinen verlässlichen Hinweis mehr darauf gibt, wo man im Übergang steht. Faubion erklärt: „Ob eine Blutung auftritt oder nicht, wird dann hauptsächlich durch die Hormone der Verhütung bestimmt.“
Kann es in der Prämenopause schon zu Beschwerden kommen?
Selbst bei einem noch regelmäßigen Zyklus kann dein Körper schon in den Übergang starten. Leichte Veränderungen in der Zykluslänge sind oft die ersten Anzeichen. Gleichzeitig können Symptome auftreten, die sonst eher mit der Menopause selbst verbunden werden: Hitzewallungen, Nachtschweiß, unruhiger Schlaf, Stimmungsschwankungen oder Gelenkbeschwerden. „Das überrascht viele Frauen, weil sie so früh noch nicht damit rechnen“, so Faubion.
Was kommt nach der Prämenopause?
Verändert sich die Länge deines Zyklus um mehr als sieben Tage, bist du offiziell in der Perimenopause angekommen – der Phase, in der die meisten typischen Veränderungen spürbar werden.
Mehr über die Perimenopause
Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Er sollte nicht als Ersatz für den Rat eines Arztes/einer Ärztin oder eines medizinischen Fachpersonals betrachtet werden.