Lebensmittelreste clever verwerten

Resteverwertung ist in Zeiten steigender Lebensmittelpreise ein echtes Thema. Und auch wenn es nicht immer gelingt alle Reste zu nutzen, ist Umdenken ein wichtiger Beitrag zur Lebensmittelwertschätzung und Nachhaltigkeit. Denn cleveres Einkaufen und kreatives Kochen machen es möglich, fast alle Zutaten aufzubrauchen.
Am besten checkst du vorm Einkaufen deine Vorräte und kaufst nur das, was du wirklich brauchst. So hat Überflüssiges keine Chance mehr in deinem Einkaufswagen zu landen! Und mit unseren Tipps macht es richtig Spaß Übriggebliebenes zu verwerten.
Überreifes Obst!
Wenn Bananen braun, Äpfel schrumpelig oder Mangos matschig sind, musst du sie nicht gleich wegwerfen. Reifes Obst eignet sich super für einen erfrischenden
Fruchtsmoothie. Außerdem ist reifes Obst sehr süß und daher ideal zum Süßen von Joghurt- und Quarkspeisen, zum Backen oder zur Marmeladenherstellung.
Milchprodukte retten!
Bei Milchprodukten gilt: Schon vorab auf dem Schirm haben, was bald verderben könnte. Sahne lässt sich beispielsweise super einfrieren. Joghurtreste kannst du über Nacht durch ein Leintuch abtropfen lassen und am nächsten Tag ein herrlich cremiges Dessert genießen.
DIY Gemüsebrühe!
Gemüseschalen, wie Karotten-, Kartoffeln-, Spargel und Sellerieschalen kannst du gründlich waschen und eine Gemüsebrühe daraus kochen.
Frische Kräuter einfrieren!
Wenn du frische Kräuter übrig hast, kannst du diese gründlich waschen, trocken schleudern, hacken und gut verpackt einfrieren. Besonders praktisch ist es, wenn du die gehackten Kräuter in Eiswürfelbehälter verteilst, mit Wasser auffüllst und dann einfrierst. So hast du jederzeit TK-Kräuter zum Kochen zur Hand.
Nudeln, Kartoffeln, Reis oder Gemüse vom Vortag über?
Super, dann geht’s am nächsten Tag umso schneller, wenn du dir ein leckeres Gericht aus den Resten zauberst – beispielsweise Bratreis, einen Gemüseauflauf oder einen leckeren Nudelsalat.
Trau dich kreativ zu sein!
Du kannst nach Lust und Laune Rezeptzutaten austauschen – nimm einfach das, was du noch übrig hast. Das Rezept ist mit Rucola, aber du hast nur Feldsalat – bestimmt genauso lecker!
Noch Blattspinat übrig?
Püriere den Spinat mit Obst deiner Wahl und etwas Wasser –
und schon hast du einen super leckeren grünen Smoothie! Du kannst ihn aber auch blanchieren und einfrieren, so bleibt er frisch und bis zu 12 Monate lang haltbar.
Noch Kokosmilch übrig?
Geöffnete Kokosmilch solltest du im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen aufbrauchen. Sie lässt sich aber auch super in Eiswürfelformen einfrieren.
Der Strunk schmeckt auch!
Wusstest du, dass du beim Broccoli auch den Strunk essen kannst? Einfach schälen, in Scheiben oder Würfel schneiden und mitkochen – fertig.
Paniermehl selber machen
Brotreste kannst du einfach zu Paniermehl verarbeiten. Altbackenes Brot in Würfel schneiden, einige Tage gut durchtrocknen lassen und dann fein reiben. Alternativ kannst du die Brotwürfel in einen Gefrierbeutel füllen und mit einer
Küchenrolle zerkleinern. Das fertige Paniermehl kühl und trocken lagern.
Vitamin C Power auf Vorrat!
Unbehandelte Schalen von Zitronen, Limetten und Orangen bei Zimmertemperatur an der Luft oder auf der Heizung trocknen. Anschließend lassen sich die Schalen einfach zu Pulver zermahlen, mit dem du backen oder deine Smoothies verfeinern kannst. Den Saft kannst du auspressen und in einer kleinen Glasflasche sammeln. Hält 3–4 Tage und schmeckt auch im Wasser.
Frühlingszwiebeln on Ice!
Frühlingszwiebeln gibt es meist nur im Bund – aber das ist kein Problem, denn sie lassen sich gut einfrieren. Restliche Frühlingszwiebeln gründlich waschen
und in Ringe schneiden. Die Frühlingszwiebeln in eine verschließbare Gefrierbox füllen und ab ins Gefrierfach.
Chilischoten trocknen!
Fädele die Schoten am Stiel auf eine Schnur und hänge sie an
einem warmen, dunklen Ort auf. Nach 3 bis 6 Wochen sind die Chilis fertig getrocknet.