Kauf mich! So sorgen Supermärkte für volle Einkaufswagen
Plus: 9 Einkaufstipps fürs kleine Budget

Der Weg durch den Supermarkt
Ist dir schon einmal aufgefallen, dass die meisten Supermärkte ganz ähnlich aufgebaut sind? Das ist kein Zufall, sondern von Verkaufspsychologen genau geplant – immer mit dem Ziel, dich zum Zugreifen zu verlocken und möglichst lange im Supermarkt zu halten. Grundnahrungsmittel wie Milch, Obst, Fleisch und Käse sind über den gesamten Supermarkt verteilt, sodass du an möglichst vielen Regalen vorbei musst. Und diese Strategie geht auf! Tatsächlich lassen wir uns gerne vom Angebot verlocken. Bis zu zwei Drittel aller Produkte, die im Einkaufswagen landen, stehen nicht auf dem Einkaufszettel.
Schön langsam
Die Obst- und Gemüseabteilung dient als Bremszone. Sie ist meist besonders natürlich gestaltet, mit Körben, Frischenebel und einem leichten Fruchtaroma … Außerdem kannst du hier alle Produkte genau auf Frische prüfen. Dadurch wirst du ausgebremst und gehst um einiges langsamer und entspannter durch den Laden.
Stopper mit Sonderangeboten
Solche Aktionsstände lassen vermuten, dass das angebotene Produkt nur kurze Zeit erhältlich ist. Und das weckt deine Kauflust.
Es werde Licht
Mit dem richtigen Licht sorgen die Supermärkte dafür, dass alles besonders appetitlich wirkt. Warmes Licht beim Obst und Gemüse lassen eine Wochenmarktatmosphäre entstehen. Rotes Licht beim Fleisch, blaues Licht beim Fisch und gelbes Licht beim Käse sorgen für einen möglichst frischen Eindruck.
Auf Augenhöhe
Produkte in der Sichtzone (140 bis 180 cm) werden am meisten gekauft. Danach folgt die Greifzone (60 bis 140 cm). Am wenigsten werden Produkte in der Bückzone (bis 60 cm) und in der Reckzone (über 180 cm) gekauft. Die günstigsten Produkte finden sich daher in der Bück- und in der Reckzone. In der Greifzone werden Neuheiten angeboten und in der Sichtzone – also auf Augenhöhe – die teuersten Artikel.
Quengel- oder Belohnungszone
Beim Warten an der Kasse locken links und rechts Zeitschriften, Süßigkeiten, Alkohol oder vermeintliche Angebote, deren Preis – ist man einmal ein gutes Stück in der Schlange vorgerückt – nicht mehr verglichen werden kann.
9 Einkaufstipps fürs kleine Budget
Es braucht nicht viel Geld, um sich gesund zu ernähren. Ein Mahlzeitenplan und eine gute Einkaufsstrategie sind die Lösung. Hier sind unsere 9 besten Tipps!
1. SCHREIBE EINE EINKAUFSLISTE – UND HALTE DICH DARAN.
Plane deine Mahlzeiten und Snacks im Voraus und schreibe eine Einkaufsliste mit allem, was du brauchst. Achte darauf, ob Dinge auf der Liste stehen, die du noch vorrätig hast.
2. KAUFE GROSSE PACKUNGEN VON BASISLEBENSMITTELN, DIE DU OFT ISST.
Das kann zwar im Moment ein bisschen mehr kosten, du sparst aber dafür bei den nächsten Einkäufen.
3. ISS SAISONALES OBST UND GEMÜSE.
Es ist günstiger und aromatischer als Sorten, die gerade keine Saison haben. Jetzt im September ist z. B. die Zeit für Äpfel, Birnen, Blattspinat,
Chicorée, Pilze, Kürbis und vieles mehr.
4. TK ROCKT.
Tiefkühlprodukte sind oft von hoher Qualität und können mehr Nährstoffe enthalten als frische Lebensmittel, weil sie zum richtigen Zeitpunkt geerntet und eingefroren wurden. Und sie stehen aus dem Gefrierschrank ruck, zuck auf dem Tisch.
5. FAST FOOD SELBST GEMACHT.
Die meisten Gerichte kannst du zu Hause weitaus günstiger und punktefreundlicher zubereiten. Wie wäre es mit Pizza Carbonara, Gyros Pita oder Chicken Dumplings?
6. KAUFE AUF DEM WOCHENMARKT EIN.
Wenn es in deiner Nähe einen Markt gibt, dann nix wie hin. Hier kannst du frische Waren aus der Region besonders günstig kaufen.
7. FINDE DEN KÜRZESTEN WEG.
Grundnahrungsmittel wie Milch und Brot stehen meist am Ende des Supermarkts. Und zwar mit Absicht. Je weiter du durch den Laden musst, desto mehr Produkte siehst du und desto wahrscheinlicher greifst du zu.
8. LASS DIE KINDER ZU HAUSE.
Je mehr Personen einkaufen, desto mehr Wünsche müssen erfüllt werden. Allein einkaufen schont deine Nerven und das Portemonnaie.
9. BENUTZE EINEN EINKAUFSKORB.
Wenn der im Laufe des Einkaufs schwerer wird, kommst du gar nicht in Versuchung, mehr einzukaufen, als du brauchst.