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Die Wechseljahre verstehen

Die Wechseljahre sind eine Phase im Leben, die viele Veränderungen mit sich bringt. Mit dem richtigen Wissen und der passenden Unterstützung kannst du diese Lebensphase besser meistern.

Von Deanna Pai|Medizinisch geprüft von Jamil Alkhaddo, M.D.|Wissenschaftlich geprüft von Michelle Cardel
Zuletzt aktualisiert 5. September 2025

Die Wechseljahre gehören – wie auch die Periode oder eine Fehlgeburt – zu den Erfahrungen vieler Frauen, über die öffentlich kaum gesprochen wird. Vielleicht wurden in Filmen, Serien oder Songs das ein oder andere Mal Hitzewallungen thematisiert – doch oft endet dort auch schon das Wissen, das wir im Alltag zu diesem Thema bekommen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns: Missverständnisse müssen abgebaut und die selten diskutierten Aspekte dieser Lebensphase verständlich erklärt werden. Trotzdem (oder gerade deshalb) ist es wichtig, offen darüber zu sprechen – denn die Wechseljahre können sich über viele Jahre ziehen und den Körper spürbar verändern.

Was passiert biologisch in den Wechseljahren?

Einfach erklärt: Menschen, bei denen bei der Geburt das weibliche Geschlecht bestimmt wurde, haben nur eine begrenzte Anzahl an Eizellen. Sobald diese aufgebraucht sind, reduziert der Körper die Produktion von Östrogen – und das löst eine hormonelle Achterbahnfahrt aus. Diese Veränderungen betreffen nicht nur das Fortpflanzungssystem. Östrogen spielt eine wichtige Rolle im gesamten Körper: Es unterstützt die Konzentration, versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und reguliert den Stoffwechsel. Sinkt der Östrogenspiegel, kann sich das an vielen Stellen bemerkbar machen. Dauerhaft niedrige Östrogenwerte und das Ausbleiben der Periode für zwölf Monate markieren den Beginn der Menopause. In Deutschland liegt das durchschnittliche Alter dafür bzw. 51-52 Jahren.

Häufige Symptome der Menopause

Östrogen übernimmt weit über die Fortpflanzung hinaus viele wichtige Aufgaben im Körper. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, kann das zahlreiche körperliche und psychische Veränderungen auslösen. Dazu gehören:

  • Hitzewallungen

  • Nächtliches Schwitzen

  • Schlafstörungen

  • Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen

  • Vaginale Trockenheit

  • Hormonell bedingte Zunahme, besonders am Bauch

  • Erschöpfung oder anhaltende Müdigkeit

  • Schmerzen beim Sex

  • Akne

  • Vermehrter Haarwuchs im Gesicht

  • Trockene oder dünner werdende Haut

  • Rückgang der Knochendichte

  • Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Höherer Blutdruck

  • Erhöhter Cholesterinspiegel

  • Erhöhtes Risiko für Demenz

Wie machen sich die Wechseljahre bemerkbar?

Wenn du dir unsicher bist, in welcher Phase der Wechseljahre du dich gerade befindest, aber schon Symptome wie Hitzewallungen, Schlafprobleme oder Stimmungsschwankungen spürst, sprich am besten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Leider gibt es keinen wirklichen Test, der genau feststellen kann, an welchem Punkt du dich gerade befindest. Blutuntersuchungen liefern oft keine eindeutigen Ergebnisse, denn der Hormonspiegel schwankt von Tag zu Tag. „Wir könnten den gleichen Test zwei Tage hintereinander machen und völlig unterschiedliche Ergebnisse erhalten“, sagt Dr. Stephanie Faubion, M.D., Director beim Center for Women's Health in der Mayo Clinic, Medical Director der North American Menopause Society und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von WeightWatchers.

Was ist, wenn ich hormonell verhüte?

Hormonelle Verhütungsmittel – wie die Antibabypille, der Verhütungsring oder eine Hormonspirale – verzögern die Wechseljahre nicht. Sie verändern aber deinen natürlichen Zyklus, sodass nur schwer erschlossen werden kann, in welcher Phase du dich genau befindest. Außerdem können die enthaltenen Hormone typische Symptome wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen unterdrücken. Laut Faubion lässt sich die Blutung dann? nicht mehr als Marker verwenden, um die Wechseljahre festzustellen.

Die drei Phasen der Wechseljahre

Die Wechseljahre sind kein plötzlicher Einschnitt, sondern eher ein Prozess – vielleicht ähneln sie eher einem Dimmer als einem Lichtschalter, der nach und nach für einen Übergang sorgt. Und dieser Prozess kann sich über mehrere Jahre hinziehen.

Grundsätzlich unterscheiden wir drei Phasen:

Prämenopause

Auch als „späte reproduktive Phase“ bezeichnet. Sie zeichnet sich durch noch regelmäßige Monatsblutungen aus, auch wenn der Zyklus bereits um bis zu sieben Tage schwanken kann. Erste hormonelle Veränderungen können bereits beginnen.

Perimenopause

Jetzt werden die Veränderungen deutlicher. Sie tritt ein, sobald sich die Menstruation um mehr als sieben Tage verschiebt oder die Periode ausbleibt. In dieser Phase treten häufig die typischen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen auf.

Postmenopause

Bleibt die Periode mehr als zwölf Monate aus, beginnt die Menopause – bzw. Postmenopause. Viele Symptome lassen mit der Zeit nach, einige körperliche Veränderungen können aber bestehen bleiben.

Mehr über die drei Phasen der Wechseljahre

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es in den Wechseljahren?

Die Menopausen-Hormontherapie (MHT), besser bekannt als Hormonersatztherapie, ist für die Perimenopause und Menopause gedacht. MHT ist eine gängige Option, um Symptome der Menopause mit Östrogen und Progesteron zu behandeln.

Es ist wichtig, einen Arzt zu konsultieren, um festzustellen, ob verschreibungspflichtige Medikamente geeignet sind.

Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Er sollte nicht als Ersatz für den Rat eines Arztes/einer Ärztin oder eines medizinischen Fachpersonals betrachtet werden.

Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Er sollte nicht als Ersatz für die Beratung durch Ihren Arzt angesehen werden.