Die drei Phasen der Wechseljahre
Erfahre mehr über diese hormonelle Reise – und finde heraus, wo du gerade stehst.
Wäre es nicht schön, wenn wir ganz genau wüssten, was uns in den Wechseljahren erwartet? Im Idealfall würden wir vom Arzt ein Drehbuch in die Hand gedrückt bekommen, das uns genaue Anweisungen gibt: Periode bis 46, ein Jahr Hitzewallungen und mit 47 ist alles vorbei. Leider macht die Realität da nicht ganz mit. Die Übergangsphase kann eher mit der Pubertät verglichen werden, in der Vieles sehr individuell abläuft. Manche Mädchen entwickeln sich früher, manche später.
Genauso ist es mit den Wechseljahren: Jeder erlebt die Phasen, Dauer und Symptome anders. Und es gibt keinen Test, der mit Sicherheit verrät, in welcher Phase wir uns gerade befinden. Das kann ganz schön frustrierend sein – besonders, wenn du gerne weißt, was auf dich zukommen wird.
Die drei Phasen der Wechseljahre
Die Wechseljahre sind kein plötzlicher Einschnitt, sondern eher ein Prozess – vielleicht ähneln sie eher einem Dimmer als einem Lichtschalter, der nach und nach für einen Übergang sorgt. Und dieser Prozess kann sich über mehrere Jahre hinziehen.
Grundsätzlich unterscheiden wir drei Phasen: „Prämenopause, Perimenopause und Menopause bzw. Postmenopause“, sagt Dr. Stephanie Faubion, M.D., Director des Center for Women's Health der Mayo Clinic, Medical Director der North American Menopause Society und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von WeightWatchers. Schauen wir uns jede Phase einmal genauer an.
Phase 1: Prämenopause
Die Prämenopause (von Fabion „späte reproduktive Phase“ genannt) zeichnet sich durch regelmäßige Menstruationen aus. „Die Zyklusdauer schwankt von Monat zu Monat, wobei die Abweichung sieben Tage nicht überschreitet“, sagt Faubion. „Das heißt, der Zyklus dauert den einen Monat 26 Tage und den nächsten 32 Tage.“ Trotz Abweichung gilt ein solcher Zyklus noch als regelmäßig, auch wenn die Menstruation nicht immer am selben Tag einsetzt und noch keine Menstruation ausgeblieben ist.
Laut einer Studie, die in der US-amerikanischen Fachzeitschrift Menopause veröffentlicht wurde, liegt das Durchschnittsalter dafür bei 47 Jahren. Ein erstes Anzeichen für den Beginn dieser Phase ist die unregelmäßige Zyklusdauer. Aber selbst wer einen regelmäßigen Zyklus hat, „kann die gleichen Symptome entwickeln wie Frauen in den Wechseljahren. Symptome, mit denen man nicht rechnet: Hitzewallungen, nächtliches Schwitzen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und Gelenkschmerzen“, sagt sie.
Phase 2: Perimenopause
Sobald sich die Menstruation um mehr als sieben Tage verschiebt, beginnt offiziell die Perimenopause, die Faubion als „Beginn der menopausalen Übergangsphase“ bezeichnet. Diese Übergangsphase endet, sobald die Menstruation dauerhaft ausbleibt.
Die Perimenopause dauert an, bis volle 12 Monate lang keine Menstruation mehr auftritt. In dieser Zeit erleben Frauen weiterhin die typischen Symptome der Perimenopause. Das kann zwei bis acht Jahre andauern, im Durchschnitt sind es vier Jahre.
Phase 3: Menopause und Postmenopause
Das Wort Menopause bezeichnet den Zeitpunkt, an dem eine Frau seit 12 Monaten keine Menstruation mehr hatte. Daran schließt sich die sogenannte Postmenopause an. Man sollte sich nicht von den Bezeichnungen verunsichern lassen. So wird die Menopause häufig auch als Postmenopause bezeichnet. Diese Pause dauert für den Rest des Lebens an. Die Symptome, die in dieser Zeit auftreten können, entstehen nicht mehr durch das ständige Auf und Ab des Östrogenspiegels – sondern dadurch, dass der Östrogenspiegel dauerhaft niedrig bleibt.
Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Er sollte nicht als Ersatz für den Rat eines Arztes/einer Ärztin oder eines medizinischen Fachpersonals betrachtet werden.