Wie funktioniert eigentlich die Verdauung?

Iss langsam! Kau gut! Trink genug! Solche und ähnliche Weisheiten hast du wahrscheinlich von Kindheit an gehört. Aber was steckt eigentlich dahinter? Alle Infos findest du in diesem Artikel.
Damit die lebenswichtigen Nährstoffe aus der Nahrung in deinen Körper gelangen können, müssen sie verdaut – d. h. zerkleinert und verwertet – werden. Dieser Prozess beginnt noch während des Essens im Mund.
Zu den Verdauungsorganen gehören Mund, Speiseröhre, Magen und Darm. Hier werden die Lebensmittel zerkleinert, mit Verdauungssäften vermischt und als Nahrungsbrei durch deinen Körper transportiert. Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse spielen ebenfalls eine wichtige Rolle dabei, denn sie geben Enzyme ab, ohne die die Nährstoffe nicht aufgespalten und verarbeitet werden können. Im Darm werden die Nährstoffe dann aufgenommen und an alle Körperzellen weitergeleitet.
Das sind deine Verdauungsorgane
Mund und Speiseröhre
Mit den Zähnen zerkleinerst du das Essen. Gutes Kauen – 20- bis 30-mal pro Bissen – vergrößert die Oberfläche der Nahrung, was dazu führt, dass die Verdauungsenzyme im Speichel leichter mit ihrer Arbeit beginnen können. Gleichzeitig wird der Nahrungsbrei durch den Speichel schluckfähig gemacht. Durchs Schlucken gelangt die Nahrung in deine Speiseröhre, die sie dann weiter zum Magen transportiert.
Magen
Im Magen erwartet die zerkleinerte Nahrung bereits der Magensaft, eine Mischung aus Schleim, Salzsäure und dem eiweißspaltenden Enzym Pepsin. Die Salzsäure tötet die meisten Bakterien in der Nahrung, wodurch Infektionen verhindert werden. Magensaft und Pepsin beginnen, die Eiweiße zu verdauen. Der Nahrungsbrei wird im Magen hin und her bewegt und bleibt unterschiedlich lang zur Verdauung dort. Dabei gilt: Je schwerer verdaulich die Nahrung, desto länger verbleibt sie im Magen. Der Speisebrei wird dann schubweise in den Dünndarm befördert.
Der Dünndarm
In den Dünndarm müden Bauchspeicheldrüse und Leber. Mithilfe der Verdauungsenzyme aus der Bauchspeicheldrüse und dem Gallensaft aus der Leber wird die im Magen begonnene Verdauung von Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten fortgeführt. Hauptaufgabe des Dünndarms ist es, die verschiedenen Nahrungsbestandteile aufzuspalten und aufzunehmen. Dazu gehören beispielsweise auch Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Stoffe gehen dann in dein Blut über und gelangen so in alle Körperregionen. Um die Nährstoffe des Speisebreis effektiv aufnehmen zu können, hat dein Dünndarm übrigens eine besonders große Oberfläche, die aus Zotten, Falten und Ausstülpungen besteht.
Der Dickdarm
Im Dickdarm werden die Reste des Speisebreis durchgemischt, eingedickt und durch Bakterien weiter aufgeschlossen, bis sie ausgeschieden werden. Die Bewegungen im Dickdarm sind langsamer, d. h., der Darminhalt passiert ihn sehr langsam, wodurch noch mehr Wasser entzogen wird. Im Dickdarm sind ca. 400 verschiedene Bakterienarten angesiedelt, die auch als Darmflora bezeichnet werden. Diese spielt eine wichtige Rolle bei den Abwehrmechanismen deines Körpers, indem sie das Eindringen von Keimen verhindert oder erschwert.
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