Achtsam essen – so geht’s
Strategie der Woche 16/2022

Hast du schon einmal etwas gegessen, weil es einfach gerade da war? Das ist völlig normal und passiert jedem einmal. Wenn du wieder in solch eine Situation kommst, halte kurz inne und stell dir die folgenden 5 Fragen. Erst danach entscheidest du, ob du das Lebensmittel essen willst oder nicht.
Probier's aus!
Lass uns tiefer eintauchen …
Wenn du eine dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet hast, nimm dir einen Moment Zeit, um dir deine Gründe bewusst zu machen, warum du etwas essen möchtest und was du als Nächstes tun wirst.
Das Essen ist GERADE HIER. Der sogenannte Lust-Hunger meldet sich beispielsweise immer dann, wenn man kalorien-, fett- und zuckerreiche Lebensmittel sieht, riecht, davon hört oder daran denkt. Das hat nichts mit mangelnder Willenskraft zu tun – das ist wissenschaftlich erwiesen.
Tipp: Wenn möglich, bringe einen räumlichen Abstand zwischen dich und das Essen, denn das kann die Lust darauf verringern.
Das Essen ist Teil des Erlebnisses. Popcorn im Kino oder ein Dessert nach einem feinen Essen. Wenn wir daran gewöhnt sind, dass die Dinge zusammengehören, kann es schwerfallen, darauf zu verzichten.
Tipp: Frag dich in solchen Situationen: „Würde ich das jetzt essen, wenn ich zu Hause auf dem Sofa sässe?‟
Es klingt einfach zu gut. Es gibt einen Grund dafür, dass Speisekarten das Gericht besonders schön umschreiben. Worte wie „buttrig‟, „cremig‟ und „gratiniert‟ senden Signale aus, die dir sagen: „Das muss ich haben! Es klingt köstlich!‟
Tipp: Lies die Speisekarte und blende alle Adjektive aus. Wie klingt das einfache Gericht für dich?
Das Essen ist etwas Besonderes. Ein Berliner, den du dir immer beim Einkaufsbummel gönnst. Ein Lieblingsessen aus Kindertagen, das du lange nicht hattest. Lebensmittel können aus vielen verschiedenen Gründen wichtig erscheinen.
Tipp: Schüttle lieb gewordene Routinen und Erinnerungen am besten ab. Überlege, ob du das Lebensmittel tatsächlich essen willst, ob du es wirklich nur hier und jetzt kaufen kannst oder ob du nur die Erinnerung daran wieder aufleben lassen willst.
Sobald du erkennst, welcher Reiz den äusseren Hunger auslöst, kannst du achtsamer und bewusster entscheiden, was du in diesem Moment tun willst. So behältst du leichter die Kontrolle.
Ganz gleich, was du als Nächstes tust: Allein die Erkenntnis, warum du nach einem bestimmten Nahrungsmittel greifst, ist ein Gewinn. Und kleine Erfolge führen zu grossen Veränderungen.




